Garden Blog

Der Blog über Nachhaltigkeit, natürliche Landwirtschaft und authentische Küche

Seit Jahrzehnten befassen wir uns intensiv mit ökologischen Themen, sowie alle damit zusammenhängenden Bereiche. Wir konzentrieren unsere Aufmerksamkeit auf Themen zu Natur und Umwelt, die wir positiv beeinflussen können.

Direktverkauf und Pflanzenmarkt von April bis November

Von April bis November wird ein Pflanzenmarkt aum Plaz Hof veranstaltet. Hier finden Sie eine große Auswahl an Stauden, alten & neuen Obstsorten, Tomaten- & Gemüsepflanzen, Kräutern und vieles mehr.
Je nach Saison verkaufen wir auch frische Obst- und Gemüseprodukte aus eigenem Anbau, Säfte, Weine, Schnäpse, Kräuter, Tees, Speck, Wurstwaren und selbstgebackenes Brot.
In unserem Hofladen & Buschenschank können unsere Spezialitäten auch verkostet werden umgeben vom Antiken Gewölbe oder im herrlichen "Relax Garten".
Darüberhinaus finden Sie bei uns typische Trentiner und Tiroler Produkte von lokalen Produzenten wie Käse- und Wurstwaren aus dem Nonstal, Olivenöl vom Gardasee, Groppello Wein vom Nonstal oder Schüttelbrot aus dem Ultental.

Im Bereich des Schaugartens können Sie eine große Auswahl an Robusten Stauden und Freiland- Pflanzen aus eigener Anzucht begutachten.

Vendita diretta

In der Hofeigenen Gärtnerei können Sie die schönen Pflanzen, die sie bei uns gedeihen und blühen sehen, auch kaufen .
Hier bieten wir Ihnen von Frühjahr bis Herbst eine gezielte Auswahl von winterharten Pflanzen wie Blütenstauden, Ziergehölzen, Obstbäumen und Heilkräutern.
Diese sind als Topfpflanzen auf Beeten und Tischen aufgestellt, etikettiert und zum Mitnehmen geeignet.

Obstbau und Gemüsebau

Der Obstanbau ist auf dem Platzhof eine tragende Säule. Wir bauen alle möglichen Arten von Obst an. Dies beginnt bei Beerenobst über Steinobst bis zu Kernobst und Nüssen.
Vom Beerenobst finden Sie bei uns Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren, Aronia und Andenbeeren.
Das Steinobst reicht von Pfirsichen, Aprikosen, Zwetschgen bis zu Kirschen in allen Variationen.
Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf den Obst und Weinbau. Bei den Äpfeln und Birnen geht es vor allem um den Anbau alter, vom Aussterben bedtrohter Sorten auf Hochstamm aber auch um neuere Tafelsorten. Wir produzieren immer nur kleine Mengen pro Sorte und verwenden sie für die Küche, den Direktverkauf, sowie für die Verarbeitung zu Trockenobst und Säften.
Der Weinbau auf dem Platzhof ist für uns neu. Dank neuer, resistenter Sorten für den Anbau in höheren Lagen können wir jetzt eigenen Wein nach unseren Prinzipien der völligen Chemiefreiheit produzieren.
In unseren Gärten gedeihen zusätzlich auch Haselnüsse und Walnüsse. Von den Haselnüssen haben wir übrigens ein kleines Wäldchen angepflanzt, wo man durchspazieren kann und bei sommerlicher Hitze eine angenehme Abkühlung findet.
All unsere Früchte finden Sie je nach Jahreszeit auf unserer Speisekarte sowie in unserem Hofladen

Frutta e Verdura

Gemüse ab Hof im Nonstal Trentino

Der Gemüseanbau ist eine weitere Stärke von uns. Seit dem ersten Bio-Garten im fernen Jahr 1979 haben wir uns immer dem Gemüseanbau in Mischkultur gewidmet. Auf dem Platzhof finden Sie einen großen Garten sowie verschiedene Äcker für Spezialkutluren.
Wir zeigen Ihnen, wie ein Selbsversorgergarten funktioniert, denn wir haben rund ums Jahr einen sehr hohen Grad an Selbstversorgung mit eigenen Produkten.

Unser Sortiment umfaßt Salate, Kohlarten, Bohnen, Erbsen, Paprika, Zucchini, Gurken, Tomaten und Wurzelgemüse. Auch spezielle Arten wie Spargel, Cardy und Schwarzwurzeln, haben in unserem Garten ihren Platz.
Der Gemüsegarten ist , wie schon erwähnt in Mischkultur angelegt und umfaßt Starkzehrer, Schwachzehrer, Leguminosen und Blumen.

Nach einem jährlichen Rotationsprogramm wechseln sich die Kulturen auf den Beeten jedes Jahr ab. So wird der Boden fruchtbar erhalten und sorgt für gesunde Pflanzen voller Geschmack. Daß hier ausschließlich organisch gedüngt und absolut nicht gespritzt, versteht sich von selbst.

Alle Produkte des Garten finden Sie in unserem Hofladen. Einige Sorten bauen wir auch in größerer Menge an. Dies wären Tomaten (ein ganzes Gewächshaus voll), Kürbisse (seit langem Tradition bei uns) und Kartoffel (der Platzhof war einmal die Kartoffelkammer des Nonstales. Sie gedeihen hier besonders gut)

Antichi alberi di pera

Alle Pflanzen in unserer Anlage sind ausdauernd und winterhart. Sie dienen den Menschen und der Natur, liefern Ernteprodukte, Vermehrungspotential, Augenschmaus. Hier sind einige unserer Pflanzen in einer Übersicht angeführt:

Obst

Alte Äpfel, neue Äpfel, spezielle Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Mirabellen, Süßkirschen, Sauerkirschen Aronia, Aprikosen, Mandeln, Pfirsiche

Wildobst

Hagebutten, Sanddorn, Goji Beeren, Maibeeren, Jostabeeren, Himbeeren, Erdbeeren

Gemüse

Wildspargel, Meerettich, Topinambur, Wildgemüse, Rhabarber

 

Verwendete Pflanzen

Als Gärtner , Obstbauer und Bio-Pionier habe ich ein besonderes Verhältnis zu den Pflanzen und fühle mich inmitten von ihnen besonders wohl. In der Überzeugung habe ich meine Leben in Monokulturen abgebrochen, um dies hier zu machen.

Kräuter

aromatische Kräuter

Spezie

Erbe aromatiche

Arbusti

Prachtstauden, Bodendecker, Immerblühende Stauden,

Kultpflanzen

heilige Pflanzen alter Kulturen

Zauberpflanzen

aphrodisierende Kräuter, mystische Pflanzen

Fernöstliche Kräuter

Japanische und chinesische Kräuter

Gehölze

Blühende Spezialsträucher


Kräuter

Kräuter sind unsere zarten Begleiter. Es gibt sie in schier unendlicher Fülle. Sie erfreuen und mit ihrer Blüte, sie heilen unseren Körper, sie würzen unsere Speisen. Sie sind intelligent und begleiten uns überall. Selbst die „Unkräuter“ sind Kräuter, teilweise sogar die heilkräftigsten (stellen sie sich nur die Brennessel vor).
Wir planen einen Kräuterschaugarten, wo man die einzelnen Kräuter in ihrem Gedeihen mit allen Sinnen erleben kann.

Lavanda

Die Anlage eines „Gartens der Artenvielfalt“ ist unser Beitrag zur Erhaltung traditioneller, alter Sorten zur Bewahrung urtümlicher Aromen und Geschmacksnoten.
Wenngleich auch das Jahr 2010 zum internationalen „Jahr der Biodiversität“ ausgerufen wurde, so geht die reelle Entwicklung in der Landwirtschaft doch immer noch in eine andere Richtung.
Der zunehmenden Konzentration in der Großverteilung folgend, muss sich auch die Landwirtschaft auf immer intensivere Anbaumethoden einlassen. Die Produzenten haben keine Chanche diesem Trend auszuweichen, denn sie produzieren Ware für den „großen Markt“ und müssen sich dessen Vorgaben beugen.
Deshalb haben wir uns entschlossen, auf unserem Hof einen „Garten der Artenvielfalt“ anzulegen. Dieser soll für das Publikum geöffnet sein, um den Besuchern die Möglichkeit zum Kennenlernen der verschiedenartigsten Pflanzen zu geben.

Interview mit Alois Margesin des Programms A come Alpi von RTTR (Italienisch)

 

Ein Besuch auf dem Platzhof ist ein besonderes Erlebnis da er als Landschaftspark angelegt wurde, wo Nutzpflanzen, Heilpflanzen und Zierpflanzen gedeihen.

Campo fiorito

Blumenbeete, eine mediterrane Landschaft, Gemüse-Mischkulturen, Tomatenvielfalt, Kürbisäcker Wasserläufe und Teichs, Beerenobst und alte Obstsorten, Lavendelfelder, Duft- und Gewürzkräuter, farbige Bäume, Zitronen Orangen und Orchideen.

Dies alles sorgt für ein besonderes Erlebnis für die Sinne und bietet einen hohen Entspannungswert für die ganze Familie.

Liegewiese, Schwimmteich, Spazierwege in Panoramalage belohnen für die Anfahrt.
Die Gerichte im eigenen Hofrestaurant aus eigenen Produkten bieten ein außergewöhnliches Geschmackerlebnis. Der Einkauf von Gemüse, Obst, bäuerlicher Naturprodukte und Pflanzen aus eigenem Anbau lohnen sich doppelt, weil Qualität und Preis stimmen.

Giardino

Die Garten- Anlage

Die 35.000m2 große Fläche ist als Landschaftspark konzipiert, die zu Fuß erkundet werden kann. Ausganspunkt ist der Parkplatz, der 100m vom Haus entfernt liegt und von wo aus man in eine mediterrane Landschaft mit Liegewiese, und Badesee gelangt.
In unmittelbarer Nähe liegt der Gastgarten und der Hofschank.

Ape

Hier führt der Weg vorbei an der Hauskapelle in einen kleinen Park mit Zierteich und anschließenden großen Gemüsegarten. Dort geht es weiter zu den Beerenkulturen, vorbei am Tomatenhaus, Spargelkultur, Kohlbeeten bis zur ausgedehnten Obstgarten, der in Permakultur betrieben wird. Weiter gelangt man zum höchstgelegenen Panoramapunkt von dem man das gesamte Nonstal von Norden bis Süden überblicken kann. Darunter gelegen befindet sich ein Waldsee mit speziellen Bäumen, die im Herbst in allen Farben leuchten. Anschließend finden sich Tiergehege und ein Kräuterschaugarten.
In Planung ist zudem eine Orangerie mit Zitronen und Orangenbäumen, unter denen man gemütlich speisen und trinken kann.
Weiter unterhalb gelegene Flächen, die ebenfalls besichtigt werden können sind, der Weingarten, die Lavendelkulturen und Äcker für Kartoffel, Kürbis und Korn.

Wissenschaftlicher Versuch am Plaz Hof:
"Einjährige Mischkulturen und ihr Einfluss auf die Gliederfüßer Fauna sowie die Erntemenge im Vergleich zu herkömmlichen Monokultur- Systemen"

Vom 26.05.2012 bis 01.09.2012 führte Christian Kofler aus Algund einige Versuchs- Felder für seine Diplomarbeit zum "Bachelor in Agrarwissenschaften und Agrartechnologie" an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik" der Universität Bozen.

Die Absicht dieses Versuchs war, die Produktionskapazität der Permakultur zu überprüfen und das Eigenschutzpotential zu quantifizieren. Da Permakultur ein sehr weitreichendes Themengebiet ist, musste ein enger Zielbereich ins Auge gefasst werden. Daher entschied man sich die Versuche und die darauf basierende Arbeit auf einen der Kernmechanismen der Permakultur zu konzentrieren, die Mischkultur.

Im Versuch wurde an drei Mischkulturen von einjährigem Gemüse gearbeitet: Karotten und Zwiebel; Tomaten und Lauch sowie Kohl und Sellerie. Da Karotten-Zwiebel Mischkulturen bereits hinlänglich bekannt waren und ihr Eigenschutzmechanismus bereits 1984 wissenschaftlich beschrieben wurde, diente diese Kultur als Positivtest für den Versuchsaufbau. Für jede der Mischkulturen wurde die entsprechende Monokultur gepflanzt, mit der Absicht die auftretenden Insektenpopulationen und Erntemengen zu registrieren um anschließend sowohl die Mischkulturen ihre entsprechenden Monokulturen als auch die unterschiedlichen Mischkulturen untereinander zu vergleichen.

Die Versuche wurden am Plaz Hof durchgeführt. Die zur Verfügung gestellten Flächen auf einer Höhe von 1000 m über dem Meeresspiegel führten zur Aufspaltung der 9 Versuchsfelder auf 3 verschiedene Standpunkte.

Um die Insektenpopulationen zu messen wurden auf jedem Feld 4 gelbe und 4 blaue Klebefallen installiert. Um nicht nur die flugfähigen Insekten zu fangen, wurden die Klebefallen mit je einer Barber-Falle pro Versuchsfeld ergänzt.

Die Erntedaten wurden erhoben, indem jede geerntete Pflanze, beziehungsweise jeder geernteter Pflanzenteil pro Pflanze (ausgenommen Karotten, bei welchen die Erntedaten pro Reihe erhoben wurden), abhängig von der Pflanenphysiologie und der Verkaufsform des produzierten Gemüses, mindestens einmal, meist aber zwei- oder dreimal, gewogen wurden und in den entsprechenden Qualitätsklassen eingetragen wurden.

Die zwischen dem 26. Mai und dem 1. September gesammelten Insektenproben, zeigten für jedes Feld eine individuelle Populationsdynamik. Trotzdem gab es Ähnlichkeiten zwischen den Feldern auf dem jeweils gleichen Standpunkt.

Zur Analyse der Erntedaten wurde ein Vergleichswert zwischen Mischkultur und Monokultur die so genannte land-equivalent-ratio (LER) errechnet. Sie zeigt ob eine Mischkultur mehr oder weniger auf der gleichen Fläche produziert, als die ihr entsprechenden Monokulturen. Des Weiteren wurde die durchschnittliche Flächenproduktion pro Quadratmeter errechnet sowie die Qualitätsentwicklung der Einzelernten untersucht.

Die niedrigste Produktion lieferte die Mischkultur von Karotten und Zwiebel. Sie produzierte im Verhältnis sogar noch weniger als ihre Vergleichsmonokulturen. Die Tomaten-Lauch Mischkultur weißt laut LER eine ähnliche Produktionsmenge auf wie die Monokulturen. Beide Mischkulturen weißen Mängel auf die die relativ schwache Produktion erklären.

Die höchste Produktivität wies die Kohl Sellerie Mischkultur auf, sie überstieg die Produktionsmenge iherer Vergleichsmonokulturen bei weitem.

Für Nähere Informationen kann Christian Kofler auch direkt Kontaktiert werden unter:

Tel. +39 3664244565